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ARMUT IN ÖSTERREICH Frauenarmut

Pfeil Informationen zur AG Frauen und Armut
Maßnahmen gegen Frauenarmut (pdf)
Buchhinweis: Wege aus der Frauenarmut

Für eine sozial- und frauengerechte Politik

,Verschrottungs' Aktion der AG Frauen & Armut zum Frauentag 2009.
6. März 2009, 10h
Platz vor dem Parlament
Pfeil Ankündigung der ,Verschrottungs' Aktion
Pfeil Flugblatt mit Forderungen
Pfeil Presseaussendung "Krise verschärft Ungleichheiten"
Pfeil Bild 1 Pfeil Bild 2


Steuern gegen Frauenarmut

Studientag der AG Frauen & Armut zu
geschlechter- und sozialgerechten Steuerpolitik
6. Oktober 2008, 11-17h, Wien
Pfeil Mehr zum Studientag

Strategien gegen Frauenarmut

Keine spürbaren Verbesserungen gibt es seit Jahren für die über 200.000 in Armut lebenden Frauen in Österreich.
Kritik und Lösungsansätzen wurden im Zuge der 7. Österreichischen Armutskonferenz diskutiert.
Pfeil Mehr zu "Strategien gegen Frauenarmut"
Pfeil Detailprogramm Frauen-Vor!-Konferenz zur 7. Armutskonferenz

Frauenarmut in Österreich

234 000 Frauen in Österreich (6%)sind laut jüngsten Daten der Statistik Austria manifest arm.
Das Buch „Wege aus der Frauenarmut“, das von Sozialexpertinnen und Mitarbeiterinnen der AG Frauen & Armut der Armutskonferenz verfasst wurde, zeigt Strategien zur Vermeidung und Bekämpfung von Frauenarmut auf.

Geringe Einkommen als Armutsursache
Wesentliche Ursache für die Armutsbetroffenheit von Frauen, so die Armutsforscherin Karin Heitzman von der Wirtschaftsuniversität Wien, liege in deren niedrigen Einkommen. „Frauen sind zu einem überproportionalen Ausmaß in so genannten atypischen Beschäftigungsformen und in schlecht entlohnten Branchen tätig; auch für gleiche Arbeit verd ienen Frauen oft weniger. Geringe Erwerbseinkommen ziehen geringere Leistungen aus Arbeitslosenversicherung und Pensionsversicherung nach sich.“

Zu beachten sei auch die Umverteilung von Ressourcen innerhalb eines Haushalts. Erfahrungen aus Frauen- und Mädchenberatungsstellen zeigen, dass es dort oft zu einer Ungleichverteilung zuungunsten von Frauen und Mädchen bestätigt Marion Breiter vom Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen die These der Armutsforscherin.

Fehlender politischer Wille zu Armutsvermeidung
Um Frauenarmut zu vermeiden fehle es, so Michaela Moser Sozialexpertin der ARMUTSKONFERENZ, vor allem an politischem Willen und an der richtigen Prioritätensetzung.
„Mit Maßnahmen wie eine materielle Mindestsicherung in existenzsichernder Höhe, individueller Zugang zu Sozialleistungen, eine Arbeitsmarktpolitik die Handlungskompetenzen stärkt und Arbeitsplätze mit adäquaten Löhnen UND Perspektive schafft, sowie der guter Zugang zu qualitätvoller Bildung, Gesundheitsprogrammen und Kinderbetreuungseinrichtungen könnte ein großer Beitrag zur Vermeidung und Bekämpfung von Frauenarmut geleistet werden.“ Im Sinne der Umverteilung von Erwerbsarbeit, Sorgearbeit und gesellschaftlich-politischer Arbeit sei auch die Verkürzung der Normalarbeitszeit essentiell.

Mehr Ressourcen zur Stärkung politischer Handlungskompetenz
Margit Appel, Politikwissenschafterin und Mitarbeiterin der Politischen Sozialakademie weist auf die notwendigen Ressourcen für eine stärkere Politisierung von Frauen hin. „Gerade jene Orte an Frauen politische Handlungskompetenzen etnwicklen und einüben können wie Aus- und Weiterbildungsorte, Beratungseinrichtungen, NGOs und Einrichtungen er öffentlichen Verwaltungen kommen derzeit immer mehr unter Druck.“

Verbindlichere Gender Mainstreaming Instrumentarien
Gefordert ist auch eine veränderte Unternehmens- und Organisationspolitik. Angelika Schmidt, Betriebswirtin an der WU Wien und gemeinsam mit Karin Heitzman Herausgeberin des Buches „Wege aus der Frauenarmut“, sieht im Intstrument des Gender Mainstreamings dabei durchaus Potential zur positiven Veränderung von Unternehmens- und Organisationskulturen. Derzeit sei das Instrument jedoch in der Praxis zu schwach und unverbindlich um neben der Einebnung von Einkommensunterschiede auch Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen in Unternehmen zu stärken.

 

 


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